Mitterhofer Nr. 1 (1864, Partschins):
Erstes Modell, 1864, Wien: Bei diesem Modell hat Mitterhofer seine ersten genialen Gedanken als Erfinder der Schreibmaschine im Prinzip festgelegt. Trotzdem bezeichnete er diese, mit verdeckter Stechschrift schreibende Maschine in seiner in Gedichtform gehaltenen Selbstbiographie als "Misslungene".
Sholes Visible (1901, USA):
Die vom Design her hervorstechende Maschine war zwar mit sichtbarer Schrift ausgestattet, wies aber nur eine sehr begrenzte Schreibgeschwindigkeit auf. Das Unternehmen entwickelte sich daher zu einer der größten Finanzpleiten in der Schreibmaschinengeschichte der USA.
Malling Hansen (1867, Dänemark):
Ein einmaliger Glücksfall ist die Ersteigerung dieser wertvollsten Schreibmschine aller Zeiten. Diese "Schreibkugel" erhielt mehrfach höchste Auszeichnungen, ihr Erfinder Hansen selbst 1872 die goldene Verdienstmedaille. Die Malling Hansen war die erste Schreibmaschine, die serienmäßig hergestellt und verkauft worden ist.
Enigma (2. Weltkrieg):
Eine geniale Chiffriermaschine, mit der u. a. die deutschen UBoote ausgerüstet waren. Als den Kryptoanalytikern des britischen "Secret Intelligence Service" die Decodierung der Funksprüche gelang, brachte dies eine entscheidende Wende im verlustreichen Land und Seekrieg zugunsten der Allierten.
Crandall (1879, USA):
Die reich verzierte "Crandall" ist die erste amerikanische sichtbar schreibende Maschine. Unter Sammlern gilt dieses wahre Prachtstück als schönste Schreibmaschine der Welt (!).
Hammonia (1882, Deutschland):
Diese TypenstangenSchreibmaschine, die einem Zuckerschneider aus Urgroßmutters Haushalt ähnlich sieht, dürfte die erste in Deutschland erfundene und dort hergestellte Schreibmaschine sein. Da ihre Produktionszahlen gering waren, gehört sie zu den Seltensten überhaupt.
Chinesische Maschine (ca. 1950, Shanghai):
Die chinesische Schrift ist mit ihren Tausenden von Schriftzeichen eine Herausforderung für die Schreibmaschinenkonstrukteure. Die normale Technik der Schreibhebel ist hierfür nicht geeignet. Deshalb wird meistens ein Typenkasten verwendet, in dem die über 3.000 chinesischen Schriftzeichen abgelegt sind. Die Auswahl erfolgt durch einen Greifarm, der die Type holt und zur Walze drückt.
Fitch (1891, USA):
Diese ungewöhnlich aussehende Maschine ist ein sehr seltenes und äußerst wertvolles Stück. Sie verdankt das sonderbare Aussehen der Anordnung der Typenhebel, die in schräger Stellung fächerartig hinter der Walze auf einer gemeinsamen Achse liegen.
Oliver (1896, USA):
Der Konstrukteur dieser eigenwilligen, jedoch erfolgreichen Schreibmaschine war der Methodistenprediger Thomas Oliver.
Sonderausführung Princess (1949, Deutschland):
Sie ist vollständig vergoldet (18 Karat!) und war als wertvolles persönliches Geschenk gedacht.

Poster
Eine rothaarige Schönheit mit Engelsflügeln wirbt auf einem riesigen Poster (2,50 x 1,80) für die französische Schreibmaschine MAP. Dieses größte Werbeplakat unseres Schreibmaschinenmuseums stammt aus dem Jahre 1922.